Hypochonder körperliche Symptome: Ständig an Gesundheit denken?

Gesundheit ist ein wertvoller Aspekt unseres Lebens und es ist nur natürlich, auf unser Wohlbefinden zu achten. Bei manchen Menschen kann jedoch die Grenze zwischen echten gesundheitlichen Bedenken und anhaltenden Sorgen verschwimmen, was zu einer Erkrankung führt, die als Gesundheitsangst oder Hypochondrie bekannt ist.

Folgend tauchen wir in die Welt der hypochondrischen körperlichen Symptome ein und untersuchen, was es bedeutet, ständig über die Gesundheit nachzudenken, welche Auswirkungen dies auf den Einzelnen hat und welche Strategien es gibt, um einen ausgewogenen Ansatz für das Wohlbefinden zu finden.

Hinweis: Bei diesem Beitrag handelt es sich nicht um eine fachmedizinische Beratung. Wir können Ihnen keine Heilversprechen vermitteln. Bitte konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen Ihren Arzt!

 

 

Definition von Hypochondrie und Gesundheitsangst:

 

Hypochondrie, im Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-5) jetzt offiziell als Illness Anxiety Disorder (IAD) bekannt, zeichnet sich durch übermäßige Sorge und Furcht vor einer ernsthaften Erkrankung aus, obwohl es kaum oder keine medizinischen Beweise gibt, die diese Annahme stützen.

Personen mit Gesundheitsangst denken möglicherweise ständig über ihre Gesundheit nach, interpretieren normale Körperempfindungen als Anzeichen einer Krankheit und suchen häufig Bestätigung durch medizinisches Fachpersonal.

 

Körperliche Symptome einer Hypochondrie:

 

A. Erhöhte Sensibilität für körperliche Empfindungen:

Menschen mit gesundheitlichen Ängsten reagieren häufig empfindlich auf normale Körperempfindungen. Ein leichter Kopfschmerz oder ein vorübergehendes Stechen kann zu einem wahrgenommenen Zeichen einer schweren Krankheit werden und Angst und Kummer auslösen.

B. Häufige Arztbesuche:

Die ständige Beschäftigung mit der Gesundheit führt zu einer erhöhten Häufigkeit von Arztbesuchen, bei denen oft nach Bestätigung und Bestätigung der eigenen Bedenken gesucht wird. Diese Besuche können zahlreiche medizinische Tests und Untersuchungen umfassen, auch wenn keine medizinische Grundlage für die Symptome besteht.

C. Überanalyse der Symptome:

Hypochonder neigen dazu, jede körperliche Empfindung übermäßig zu analysieren und sie durch die Linse einer möglichen Krankheit zu untersuchen. Diese ständige Fokussierung auf die Symptome kann zu einem Angstkreislauf führen, der die wahrgenommene Schwere gesundheitlicher Bedenken noch verstärkt.

D. Intrusive Gedanken:

Anhaltende, aufdringliche Gedanken über mögliche Krankheiten können den Geist von Menschen mit Gesundheitsangst dominieren. Diese Gedanken können das tägliche Leben stören und zu erhöhtem Stress und einem Gefühl der Hilflosigkeit führen.

E. Auswirkungen auf das tägliche Funktionieren:

Ständige Gedanken über die Gesundheit können erhebliche Auswirkungen auf das tägliche Funktionieren haben. Betroffene können sich mit ihren Symptomen beschäftigen, was zu Schwierigkeiten bei der Konzentration auf die Arbeit, der Aufrechterhaltung von Beziehungen und der Ausübung von Aktivitäten führt, die ihnen früher Spaß gemacht haben.

 

Ursachen und Auslöser von Gesundheitsangst:

 

A. Traumatische Gesundheitserfahrungen:

Vergangene traumatische Erfahrungen, wie zum Beispiel der Kampf eines geliebten Menschen mit einer schweren Krankheit, können zur Entwicklung von Gesundheitsangst beitragen. Die Angst vor einem ähnlichen Schicksal kann zu einer erhöhten Sensibilität gegenüber gesundheitlichen Bedenken führen.

B. Medieneinfluss:

Der Kontakt mit sensationslüsternen Gesundheitsinformationen in den Medien, insbesondere im Internet, kann gesundheitliche Ängste schüren. Das Lesen über verschiedene Erkrankungen und deren Symptome kann bei anfälligen Personen ungerechtfertigte Ängste auslösen.

C. Persönliche oder familiäre Angstgeschichte:

Personen mit einer persönlichen oder familiären Vorgeschichte von Angststörungen sind möglicherweise anfälliger für die Entwicklung von Gesundheitsangst. Generalisierte Angsttendenzen können sich in erhöhten gesundheitlichen Bedenken äußern.

D. Fehlende Bewältigungsmechanismen:

Unzureichende Bewältigungsmechanismen zur Bewältigung von Stress und Unsicherheit können zur Entwicklung oder Verschlimmerung von Gesundheitsangst beitragen. Wenn es keine gesunden Bewältigungsstrategien gibt, kann es sein, dass Einzelpersonen übermäßige Sorgen als Mittel zur Bewältigung nutzen.

 

Den Kreislauf durchbrechen: Strategien zur Bewältigung gesundheitlicher Ängste:

 

A. Achtsamkeits- und Entspannungstechniken:

Der Einsatz von Achtsamkeits- und Entspannungstechniken kann Menschen mit gesundheitlichen Ängsten dabei helfen, mit Stress umzugehen und ihre Aufmerksamkeit neu zu fokussieren. Übungen wie tiefes Atmen, Meditation und progressive Muskelentspannung können wirksame Hilfsmittel sein, um den Kreislauf aufdringlicher Gedanken zu durchbrechen.

B. Kognitive Verhaltenstherapie (CBT):

CBT ist ein therapeutischer Ansatz, der sich bei der Behandlung von Gesundheitsangst als wirksam erwiesen hat. Dabei geht es darum, negative Gedankenmuster zu erkennen und zu hinterfragen und gesündere Wege zur Interpretation körperlicher Empfindungen zu entwickeln.

C. Allmähliche Belichtung:

Der allmähliche Kontakt mit gesundheitsbezogenen Informationen und Situationen kann den Einzelnen gegenüber seinen Ängsten desensibilisieren. Durch die Zusammenarbeit mit einem Psychologen können Einzelpersonen ihre Ängste schrittweise in einer kontrollierten und unterstützenden Umgebung bewältigen.

D. Begrenzung des Informationsverbrauchs:

Für diejenigen, die anfällig für gesundheitliche Ängste sind, kann es von Vorteil sein, den Kontakt mit übermäßigen gesundheitsbezogenen Informationen, insbesondere im Internet, zu begrenzen. Das Festlegen von Grenzen beim Lesen oder Erforschen von Symptomen kann dazu beitragen, unnötige Sorgen zu reduzieren.

E. Regelmäßiges Training:

Regelmäßige körperliche Aktivität fördert nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern auch das geistige Wohlbefinden. Durch sportliche Betätigung werden Endorphine freigesetzt, die dazu beitragen können, Angstzustände und Stress im Zusammenhang mit gesundheitlichen Problemen zu lindern.

F. Aufbau eines vertrauenswürdigen Supportsystems:

Der Aufbau eines Unterstützungssystems aus vertrauenswürdigen Freunden, Familienmitgliedern oder Selbsthilfegruppen kann eine Quelle der Beruhigung und des Verständnisses sein. Das Teilen von Sorgen mit anderen kann die Belastung durch ständige Sorgen lindern.

 

Wann Sie professionelle Hilfe suchen sollten:

 

Auch wenn Selbsthilfestrategien hilfreich sein können, sollten Personen, die unter Gesundheitsangst leiden, in folgenden Fällen professionelle Hilfe in Anspruch nehmen:

A. Die Symptome bleiben bestehen:

Wenn aufdringliche Gedanken und gesundheitliche Sorgen trotz der Bemühungen, sie selbstständig in den Griff zu bekommen, bestehen bleiben, ist es ratsam, die Hilfe eines Psychologen in Anspruch zu nehmen.

B. Eingriff in das tägliche Leben:

Wenn Gesundheitsangst beginnt, das tägliche Funktionieren, Beziehungen oder die Arbeit erheblich zu beeinträchtigen, ist es wichtig, einen Psychologen zu konsultieren, der geeignete Interventionen anbieten kann.

C. Erhöhter Stress:

Eine deutliche Zunahme von Stress, Angstzuständen oder die Entwicklung zusätzlicher psychischer Symptome sollten Anlass sein, über professionelle Unterstützung nachzudenken.

D. Wiederholtes Verhalten:

Sich wiederholende Verhaltensweisen wie die ständige Überprüfung der Symptome, die Suche nach Sicherheit oder die Vermeidung medizinischer Informationen können ein Hinweis darauf sein, dass eine professionelle Intervention erforderlich ist.

 

Fazit: Das ständige Nachdenken über die Gesundheit

 

Das ständige Nachdenken über die Gesundheit, insbesondere wenn sie zu Belastungen führt und das tägliche Leben beeinträchtigt, ist eine komplexe und herausfordernde Erfahrung. Das Erkennen der Anzeichen von Gesundheitsangst, das Verstehen ihrer möglichen Ursachen und die Umsetzung wirksamer Bewältigungsstrategien sind wesentliche Schritte, um aus dem Kreislauf der Sorgen auszubrechen.

Durch die Suche nach professioneller Beratung und die Einbeziehung gesunder Bewältigungsmechanismen können Einzelpersonen die Kontrolle über ihre Gedanken wiedererlangen und einen ausgewogenen Ansatz für das geistige und körperliche Wohlbefinden fördern. Denken Sie daran, dass Unterstützung verfügbar ist und dass es Hoffnung gibt, inmitten der Flut gesundheitlicher Bedenken Frieden zu finden.

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